Freizugängliche Nutzerprofile im Internet – warum Hacker leichtes Spiel haben?

NutzerdatenprofilIn vergangen Tagen wurde über eine frei zugänglichen Datenbank im Internet berichtet. Schlimm genug. Ausserdem beinhaltete diese Datenbank Milliarden von Datensätzen.

Solche Daten-Lecks gehören fast schon zum Alltag. Was macht aber diesen Fall besonders?
Der Inhalt der Datensätze 
Neben persönlichen Angaben (Name, Emailadresse, …) enthielten die Datensätze ganz Webhistorien von Einkäufen und Surfverhalten der Nutzer. Darüberhinaus waren die Datensätze nicht anonymisiert. Deshalb wussten Leser also sofort was der betreffende Nutzer gemacht hat.

Gesammelt wurde diese Daten von der Firma BlueKay, einer Tochter der Oracle Inc.
Oracle ist lang bekannter Datenbankanbieter mit viel Erfahrung in der Datenverarbeitung. Mit der Tochter BlueKai ist Oracle in das User-Tracking eingestiegen. Ziel ist es mit User-Datenprofilen Geld zu verdienen. Deswegen konkurrieren sie nun mit Facebook, Google und Co um die Nutzerdaten.

BlueKai bietet verschiedene Tracking Cookies/Pixel an. Mit diesen sammelt es auf Webseiten und in Apps sensible Nutzerdaten. Trotzdem stand eine Datenbank hierfür ungesichert im Internet.

Solche Datenprofile sind nicht nur für Oracle und seine Konkurrenten interessant. Auch Hacker können mit solchen Profilen Ihre Phishing-Mails noch besser und erfolgreicher machen. Und sie nutzen solche Quellen auch für ihre Angriffe.

Mehrere Gründe also sich aktiv mit Ad-Blocking im eigenen Heimnetzwerk zu beschäftigen. Dazu können Sie Browser-Addons bzw. Apps installieren. Wollen Sie auch weniger Werbung auf dem Smart-TV? Dann bietet sich z.B. folgende Lösung an: https://swisseprivacycoaching.ch/heimnetzwerk/teli41/
Denn, nur die Daten, welche Ihr Netzwerk verlassen, können auch Schaden anrichten.

Thorsten Ziercke